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2022/23 Spieltagebuch

Vorschau (5): … Und jetzt gewinnen wir in Zwickau – oder?

Man könnte glauben, der Spielplan meint es gut mit uns. Gerade haben wir im vierten Anlauf zum ersten Mal ein Spiel in der 3. Liga gewonnen und dann bescheren uns die Spieltage 5 und 6 mit Zwickau und Essen zwei angeschlagene Teams, gegen die Punktgewinne absolut im Bereich des Möglichen liegen.

Fangen wir also an mit dem (zum Gegnerporträt).

Gedanken zum Gegner

Man macht sich ja vor jedem Spiel so seine Gedanken. Bei den einen Gegner ist jeder gewonnene Punkt ein Bonuspunkt (Ingolstadt, Dresden, Sechzig, vermutlich auch Wiesbaden und andere), andere kann man schlagen, wenn alles gut läuft (so wie vermutlich Osnabrück), und gegen andere muss man eigentlich was holen, wenn man im Abstiegskampf bestehen will.

Natürlich gewinnt man nicht gegen jedes Team aus der dritten Kategorie, genauso wenig wie man (hoffentlich) die Spiele gegen die Top-Teams nicht alle in den Sand setzt. Die Mischung macht’s am Ende.

Zwickau gehört definitiv in die dritte Kategorie. Eigentlich müssen wir die schlagen oder zumindest einen Punkt holen, wenn nicht gleich wieder das Gemecker losgehen soll.[1]Diese Kategorisierung werde

Dann kommt noch dazu, dass Zwickau das aktuell formschwächste Team der Liga ist. Nach einer schmerzhaften Kürzung des Etats blickten die „Schwäne“ ohnehin einer schweren Saison entgegen, in die man nach einem Auftaktsieg gegen Halle nun mit drei Niederlagen in Folge mit 0:9 Toren startete – und das gegen Mannschaften, die definitiv nicht in die Kategorie 1 fallen (Duisburg, Meppen, Elversberg). Die jüngste Pleite war ein 0:5 in Elversberg. No more words needed!

Halten wir also fest: Zwickau ist ein Gegner, gegen den wir eigentlich was holen müssen. Zwickau ist im Moment richtig schlecht drauf.

Beides macht das Spiel am Montag aber auch gefährlich.

Zwickau ist ein Gegner, gegen den wir eigentlich was holen müssen. Mancher Fan denkt da vielleicht: Wenn wir da nix holen, war der Sieg gegen Osnabrück nix wert.[2]Was natürlich Quatsch ist, denn die drei Punkte nimmt uns niemand mehr Oder auch: Wenn wir es nicht mal schaffen, in Zwickau was zu holen, wie wollen wir dann in der 3. Liga bestehen?[3]Was natürlich genauso Quatsch ist, das sagte mancher schon nach dem Freiburg-Spiel. Die Erwartungshaltung im Umfeld dürfte vor dem Spiel also etwas höher sein, was es nicht immer einfacher macht.

Zwickau ist im Moment richtig schlecht drauf. Die Zwickauer selbst werden das Spiel gegen uns sicherlich als willkommene Gelegenheit sehen, um sich vor eigenem Publikum zu rehabilitieren. Mir wäre es lieber gewesen, sie hätten in Elversberg ein Unentschieden geholt und stünden jetzt nicht in dieser Situation, was holen zu müssen.

Das soll nicht zu negativ klingen, ich glaube aber: Einfach wird das am Montag nicht. Ganz im Gegenteil. In jedem Spiel in der 3. Liga muss die Mannschaft an ihre Leistungsgrenze gehen.

Dann können wir was holen!

Unsere Ausgangslage

Positive Stimmung aufrecht erhalten – und einen Punkt mitnehmen!

Wir haben in den letzten Tagen gesehen, wie schnell die Stimmung umschlagen kann. Nach dem 1:4 in Wiesbaden haben viele Fans uns nächstes Jahr schon gegen Hankofen spielen sehen. Das 1:0 gegen Osnabrück hingegen fühlte sich so an wie ein Befreiungsschlag, und allein der Blick auf die Tabelle (die natürlich nach vier Spielen absolut keine Aussagekraft hat) ließ uns glauben und hoffen, dass das Abenteuer 3. Liga über den 30. Juni hinausgehen könnte.

Nüchtern betrachtet war es ein okayer Saisonstart. Drei ordentliche Leistungen, ein schwaches Spiel. Die ersten Punkte sind eingefahren.

Natürlich wäre es jetzt wichtig und hilfreich, nachzulegen. Gelingt uns ein Punktgewinn in Zwickau, dann hätten wir zweimal in Folge gepunktet und unsere Leistung gegen Osnabrück bestätigt. Das wäre vor allem vor dem Aufsteigerduell gegen Essen am nächsten Samstag nochmal ein kleiner Booster.

Mein Tipp

2:1-Sieg!

Einen Punkt mitnehmen, das würde mir eigentlich schon reichen.

Ich habe aber natürlich die Hoffnung, dass wir in Zwickau einen konzentrierten Auftritt hinlegen und vor allem defensiv wieder so gut stehen wie in drei der bisherigen vier Spiele. In der Offensive macht mir die Leistung der vergangenen Woche Mut, da haben mir Maderer und Fenninger schon sehr gut gefallen. Einfach da weiter machen und den zweiten Sieg in Folge holen!

Und sonst so …

Das Spiel in Zwickau ist in der 101-jährigen Vereinsgeschichte tatsächlich das erste Pflichtspiel gegen eine Mannschaft aus den „neuen Bundesländern“. Als wir in der zweiten Liga spielten, war Deutschland noch geteilt, vor dem Weltkrieg hat unser Verein die bayerischen Landesgrenzen nicht verlassen.

Kurioserweise ist es gleichzeitig streckenmäßig die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison. Auch wenn der Termin mit Montagabed nicht ideal ist, fahren hoffentlich 300 bis 500 Bayreuther mit nach Westsachsen.

In dem Sinne: Auf zu neuen Ufern!

Fußnoten

Fußnoten
1 Diese Kategorisierung werde
2 Was natürlich Quatsch ist, denn die drei Punkte nimmt uns niemand mehr
3 Was natürlich genauso Quatsch ist, das sagte mancher schon nach dem Freiburg-Spiel.

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