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Unsere Gegner

Unsere Gegner (3): SV Wehen-Wiesbaden

Dritter Spieltag, Gegner ist der SV Wehen-Wiesbaden. Hmm.

Neue Liga, neue Gegner! In knapp vier Wochen geht das Abenteuer für uns los. Allein aus Eigennutz werde ich in den kommenden Wochen jedes der 19 Teams, auf die wir treffen werden, mal genauer unter die Lupe nehmen und ein paar Zeilen dazu schreiben. Bis zum Saisonstart werde ich sicherlich nicht mit allen durch sein, aber um zumindest schon auf die ersten Gegner vorbereitet zu sein, gehe ich die Liga anhand unseres Spielplans durch.

Dritter Spieltag, Gegner ist der . Hmm. Nach Ingolstadt und Freiburg II der dritte Name, der einen nicht unbedingt mit der Zunge schnalzen lässt. Aber wie wir unten sehen werden, gibt es aus Altstädter Sicht gute Erinnerungen an den hessischen Klub, der bei den beiden Aufeinandertreffen 2005/06 noch als SV Wehen-Taunusstein an den Start ging – aber dazu gleich mehr.[1]Im Bereich „Was es zum Verein zu wissen“ bzw. „Fußballvereine und ihre Investoren“

Es ist gleichzeitig das erste Flutlichtspiel in der neuen Saison – auswärts natürlich. Mal sehen, wann es in Bayreuth endlich so weit ist!

Steckbrief

  • Vollständiger Vereinsname: SV Wehen 1926 Wiesbaden
  • Vereinsgründung: 1926
  • Stadion: Brita-Arena (15.295 Plätze)
  • Entfernung: 306 km (ca. 3h)
  • Unser Gegner am: 3. Spieltag
  • Trainer: Markus Kauczinski
  • In der 3. Liga seit: 2021
  • Letzte Saison: 8. Platz
  • Höchste Liga: 2. Bundesliga (zuletzt 2019/20)

Was es zum Verein zu wissen gibt

„Wehen“ verbindet man grundsätzlich mit etwas anderem als Profifußball. Dabei handelt es sich um einen Stadtteil von Taunusstein, das zehn Kilometer außerhalb der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden liegt. Taunusstein ist die Heimat des e.V., der 1926 gegründet wurde. Die GmbH hingegen ist in Wiesbaden zu Hause, wo auch die Brita-Arena steht.

Apropos Brita: Dahinter verbirgt sich ein Hersteller von Wasserfiltern aus Taunusstein, dessen mittlerweile verstorbener Gründer Heinz Hankammer lange Jahre Vereinspräsident war und auch die Ausgliederung der Spielbetriebs-GmbH entscheidend vorantrieb. An dieser wiederum hält die Familie Hankammer über die Hanvest Holding 90 Prozent der Anteile.[2]Die Stimmenmehrheit hat der Hauptverein inne – Stichwort 50+1 Daher weht der Wind also!

Hauptsächlich dank der Zuwendungen der Familia Hankammer[3]Markus Hankammer, Sohn des Patriarchen Heinz Hankammer, sprach 2020 in der FAZ von einer relativ hohen Abhängigkeit des Vereins vom Familienunternehmen – zumindest laut Wikipedia stieg der Verein 2007 nach zehn Jahren in der Regionalliga erstmals in die 2. Bundesliga auf, aus der man nach zwei Jahren wieder in die mittlerweile gegründete 3. Liga abstieg. Abgesehen von einem weiteren Zweitliga-Intermezzo in der Saison 2019/20 spielt der Verein seitdem durchgehend in der 3. Liga und führt, auch weil er zumeist in der oberen Tabellenhälfte abschloss, die Ewige Tabelle mit deutlichem Vorsprung an.

Das macht den Verein besonders

Weniger zum Verein, sondern zur „Sportstadt“ Wiesbaden: Irgendwie finde ich es schon erstaunlich, dass die Stadt abgesehen vom SV Wehen-Wiesbaden, der ja auch erst seit 2007 in Wiesbaden spielt, keinen wirklich ambitionierten Klub hervorgebracht hat. Immerhin sprechen wir hier von einer Stadt mit fast 300.000 Einwohnern, die zudem Landeshauptstadt ist. Neben dem SV Wehen-Wiesbaden gibt es auch einen „echten“ SV Wiesbaden, der ein eher trauriges Dasein in der siebtklassigen Gruppenliga Wiesbaden spielt. Aber im Frauen-Volleyball spielt Wiesbaden Bundesliga!

Da ich ansonsten kaum etwas Interessantes zum Verein gefunden habe[4]Vom Kult-Faktor her in etwa auf einer Stufe mit dem FC Ingolstadt 04, gibt es eine Wikipedia-Anekdote zum Vereinsmaskottchen[5]Vielleicht mache ich auch mal eine Übersicht über alle Maskottchen der 3. Liga. Ich bin nicht unbedingt traurig, dass wir so was nicht haben …: „Seit einiger Zeit besitzt der Verein als Maskottchen eine lebensgroße Löwenfigur namens Taunas. In diesem Namen sind sowohl der Taunus wie auch phonetisch das englische Wort town (= Stadt) enthalten. Damit will man symbolisch die Städte Taunusstein und Wiesbaden verbinden.“ Alles klar!

Wen man aus dem Kader kennt

Die bekannteste Personalie beim SVWW sitzt auf der Trainerbank. Marcus Kauczinski hat als Trainer mit dem Karlsruher SC schon in der Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga gegen den HSV gespielt[6]Eine dieser Saisons, in der unser Pokalgegner dem Abstieg gerade noch von der Schippe gesprungen ist – damals durch den Freistoß von Marcelo Diaz. Keine Ahnung, wie diese Info jetzt auf die … Weiterlesen, später trainierte er unter anderem den FC St. Pauli und Dynamo Dresden. Ein echter Typ.[7]Apropos Trainer: Gino Lettieri war von 2010 bis 2012 in Wiesbaden.

Aus dem Spielerkader sticht Gustaf Nilsson heraus, der sogar schon zwei Spiele für die schwedische Nationalmannschaft absolvierte[8]Beim 1:0-Sieg gegen Dänemark 2018 erzielte er sogar das Siegtor und in 29 Drittligaspielen 14 Tore erzielte.

Auch der Name von Kapitän Sascha Mockenhaupt ist mir direkt ins Auge gefallen – aber nicht unbedingt, weil er 76 Mal in der 2. Bundesliga und 154 Mal in der 3. Liga spielt, sondern weil er einer der besten FIFA-Spieler unter den deutschen Fußball-Profis ist.

Bisherige Duelle gegen die Altstadt

Zur Statistik des Altstadt-Kult

Zwei Spiele – zwei Siege! Gegen den damals noch als SV Wehen-Taunusstein firmierenden Verein gewann die Altstadt in der Regionalliga-Saison 2005/06 beide Partien. Das Hinspiel in Wehen vor beeindruckenden 660 Zuschauern wurde mit 2:1 gewonnen[9]Das war der zweite Saisonsieg, nachdem man wenige Tage zuvor gegen Jahn Regensburg gewonnen hatte, im Rückspiel dann mit 3:1. Kann gerne so weiter gehen!

Fußnoten

Fußnoten
1 Im Bereich „Was es zum Verein zu wissen“ bzw. „Fußballvereine und ihre Investoren“
2 Die Stimmenmehrheit hat der Hauptverein inne – Stichwort 50+1
3 Markus Hankammer, Sohn des Patriarchen Heinz Hankammer, sprach 2020 in der FAZ von einer relativ hohen Abhängigkeit des Vereins vom Familienunternehmen – zumindest laut Wikipedia
4 Vom Kult-Faktor her in etwa auf einer Stufe mit dem FC Ingolstadt 04
5 Vielleicht mache ich auch mal eine Übersicht über alle Maskottchen der 3. Liga. Ich bin nicht unbedingt traurig, dass wir so was nicht haben …
6 Eine dieser Saisons, in der unser Pokalgegner dem Abstieg gerade noch von der Schippe gesprungen ist – damals durch den Freistoß von Marcelo Diaz. Keine Ahnung, wie diese Info jetzt auf die Seite von Wehen-Wiesbaden gelangt ist, aber nachdem ich das Video schon rausgesucht habe, lasse ich es jetzt auch drin 😉
7 Apropos Trainer: Gino Lettieri war von 2010 bis 2012 in Wiesbaden.
8 Beim 1:0-Sieg gegen Dänemark 2018 erzielte er sogar das Siegtor
9 Das war der zweite Saisonsieg, nachdem man wenige Tage zuvor gegen Jahn Regensburg gewonnen hatte

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