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2022/23 Spieltagebuch

Spieltagebuch (3): Ohne Chance.

Zwei Teams, die mit der Ausbeute aus den ersten beiden Spielen nicht zufrieden sein konnten. Eines der beiden Teams konnte zumindest mit dem Spiel am Mittwochabend glücklich sein. Leider waren das nicht wir.

Vorneweg: Wiesbaden ist in der Form vermutlich eher oben dabei. Ich glaube nicht, dass wir am Ende der Saison den verlorenen Punkten vom Mittwochabend nachtrauern werden. Mit so einem Auftritt tun wir uns aber wohl gegen jeden Gegner aus der 3. Liga schwer.

Das Spiel in aller Kürze

Ohne echte Chance – verdient verloren!

Wenn du in den ersten Minuten schon merkst, dass der Gegner am heutigen Tag besser ist, und dann auch noch direkt das 0:1 kassierst, dann wird’s schon schwierig. Das 0:2 zur Pause war dann auch vollauf verdient, wir leider sprichwörtlich ohne Chance.

Nach der Pause haben wir Glück, dass nicht gleich das dritte Gegentor fällt, ehe wir etwas zufällig zum Anschlusstreffer kommen. Die leise Hoffnung wurde leider durch einen weiteren schlimmen Fehler im Aufbauspiel nach nur fünf Minuten erstickt – 1:3, Deckel drauf. Das 1:4 war für die Statistik.

Alles in allem: sehr enttäuschend, weil leider in dieser Höhe vollauf verdient.

Drei Gedanken zum Spiel

Das war ein schlechtes Spiel.

Wir brauchen nichts schönreden: Nach den drei guten Auftritten gegen Ingolstadt, Hamburg und Freiburg war das heute ein von vorne bis hinten schwaches Spiel. Womöglich hatten wir heute einfach einen schlechten Tag. Hoffentlich!

Offensiv ist das noch viel zu wenig.

Hatten wir am Samstag noch einige Hochkaräter, so war das Spiel in Wiesbaden in der Hinsicht leider eine komplette Enttäuschung. Aus dem Spiel heraus gelingt uns eine Halbchance (Maderer), bis auf den abgefälschten Steininger-Schuss zum 1:2 ging überhaupt nichts auf das gegnerische Tor. In den vier Pflichtspielen haben wir zwei Tore erzielt, beides abgefälschte Schüsse aus Standardsituationen. Da muss natürlich deutlich mehr kommen.

Was mir in Wiesbaden besonders Sorge bereitet hat: Bis auf wenige Situationen haben wir unseren vorherigen Spielstil – Ballgewinne und schnell umschalten – überhaupt nicht umsetzen können. Die Überraschungsmomente gingen uns komplett ab. Das kann natürlich auch am Gegner gelegen haben, der das insgesamt auch gut gemacht hat. Uns haben dagegen schlichtweg die Mittel gefehlt.

Immerhin: Unsere Offensive ist jetzt komplett einsatzfähig, Fenni hat sein Comeback im SpVgg-Dress gegeben und in zwei, drei Aktionen gezeigt, dass er in der 3. Liga nicht völlig fehl am Platz ist (mehr kann man bei dem Kurzeinsatz natürlich nicht sagen). Jetzt kommt’s natürlich an, dass wir uns offensiv möglichst schnell finden. Ich bin gespannt, wie Coach Kleine am Samstag spielen lässt.

Kompliment an unsere Fans!

An einem Mittwochabend fahren fast 150 Bayreuther die insgesamt 600 Kilometer nach Wiesbaden und zurück. Sauber! Über so einen Block wären wir in der Regionalliga an einem Samstagnachmittag in Eichstätt glücklich gewesen.

Und es war echt wohltuend, nach einer 1:4-Niederlage die Fans nochmal richtig laut zu hören, als die Mannschaft in die Kurve kam – das kam während des Interviews mit Daniel Steininger richtig geil rüber.

Danke! An euch lag’s heute jedenfalls nicht.[1]Und an dieser Stelle die Offenlegung: Nein, ich konnte leider nicht mitfahren, sondern habe das Spiel wieder von zu Hause aus gesehen.

Stimmungsbarometer

-2 (zuletzt 0)[2]Hier geht’s zur Erläuterung des Stimmungsbarometers

Auf mein Gefühl vor dem Spiel ist natürlich nichts zu geben, aber heute hatte ich schon die Hoffnung, dass wir für eine Überraschung sorgen könnten. Nicht nur deshalb war das heute schon ein ordentlicher Dämpfer. In der Verfassung haben wir in der 3. Liga nichts zu suchen.

ABER: Es gibt sechs Teams, die maximal einen Zähler geholt haben – darunter auch die Mitaufsteiger Essen und Oldenburg. Dazu hatten wir definitiv kein leichtes Auftaktprogramm. Hätten wir gegen Freiburg den verdienten Sieg geholt, dann sähe die Welt jetzt ganz anders aus.

Das Spiel in Wiesbaden haben wir ordentlich in den Sand gesetzt, aber am Samstag geht’s wieder bei 0:0 los.[3]5 Euro ins Phrasenschwein, okay …

Fußnoten

Fußnoten
1 Und an dieser Stelle die Offenlegung: Nein, ich konnte leider nicht mitfahren, sondern habe das Spiel wieder von zu Hause aus gesehen.
2 Hier geht’s zur Erläuterung des Stimmungsbarometers
3 5 Euro ins Phrasenschwein, okay …

Eine Antwort auf „Spieltagebuch (3): Ohne Chance.“

Genau so gesehen! (Aus dem Allgäu waren es Heute im übrigen fast 800 km) Und wieder drei Generationen der Familie da 😜
Mach weiter so 👍🏻

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