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2022/23 Spieltagebuch

Vorschau (6): Essen.

So, das dritte Heimspiel steht an. Bislang eins verloren und eins gewonnen. Wenn wir die Liga halten wollen, sollten wir mehr als die Hälfte der Spiele im HaWaWi gewinnen. Also: Auf geht’s, Altstadt!

Vorneweg: Heute fallen meine Gedanken wie auch in den kommenden zwei Wochen urlaubsbedingt etwas sparsamer aus.[1]Ist dann doch länger geworden. Ich behalte mir vor, mich beim nächsten Mal dann doch etwas zu zügeln 😉

Gedanken zum Gegner

Dass auch als Aufsteiger einer der klangvollsten Namen der Liga ist, habe ich schon in der Gegnervorstellung geschildert. Am Samstag dürften über 1.000 Fans den früheren Bundesligisten mit nach Bayreuth begleiten – zum ersten Essener Auftritt außerhalb der Grenzen von Nordrhein-Westfalen seit über zehn Jahren. Reschbeggd!

Genau wie unsere Jungs steht unser Gast unter. Zugzwang, nachdem man in den ersten fünf Spielen nur zwei Punkte holen konnte – zwei niederschmetternde Heimpleiten inklusive. Zuletzt gab man in der Schlussphase einen Sieg gegen Ingolstadt aus der Hand, was die Verzweiflung von so manchem Fan wohl ins Unermessliche hat steigen lassen, aber auch das Potential zeigte, das im Kader von Christoph Dabrowski schlummert. Und das man am Samstag in drei Punkte ummünzen möchte.

Nichtsdestotrotz ist Essen gemäß der Kategorisierung, die ich im Zwickau-Vorbericht angestellt habe, mit Sicherheit ein Gegner, den man vor eigenem Publikum schlagen können sollte.

Unsere Ausgangslage

Schon wieder unter Druck?

Das 0:2 in Zwickau tat weh, vielleicht sogar noch mehr als das 1:4 gegen Wiesbaden zwei Wochen zuvor. Schließlich hatten wir uns im Duell mit dem potentiellen „Mitabstiegskandidaten“ etwas ausgerechnet, fiel jedoch in alte Muster (frühes Gegentor, wenig offensive Gefahr) zurück.

Wie schon gegen Osnabrück vor zwei Wochen wäre jetzt eine Antwort im darauffolgenden Heimspiel ganz, ganz wichtig, um nicht in jene gefährlichen Fahrwasser zu geraten, aus denen man oft nur noch schwer rauskommt. Entschieden ist die Saison nach dem sechsten Spieltag natürlich nicht, aber Niederlagen gegen Teams, die sowohl vom Potential als auch von den Ergebnissen in den ersten Partien her zu den potentiellen direkten Konkurrenten gehören, schmerzen halt gerade in dieser Findungsphase besonders – und sorgen natürlich auch dafür, dass die Aufgabe noch schwerer wird.

„Druck ist ein Privileg“, sagte HSV-Coach Tim Walter in der PK vor dem Pokalspiel. Stimmt irgendwie. Also konzentriere ich mich auf die positiven Aspekte: Wir spielen zu Hause gegen ein Ex-Bundesligisten, der massig Fans mitbringt. Mit Sicherheit tolle Stimmung also im Hans-Walter-Wild-Stadion. Vielleicht nicht unbedingt toller Fußball, aber hoffentlich am Ende einer oder sogar drei Punkte für unsere Altstadt.

Mal wieder heißt es: Genießen!

Eine Ergänzung noch zu unserer Ausgangslage: Eddy Schwarz, gerade im Spiel gegen Osnabrück mit einer tollen Leistung, fällt verletzt aus, Dennis Lippert wurde nach dem Witz-Platzverweis tatsächlich für ein Spiel gesperrt. Bleibt zu hoffen, dass das Schiedsrichter-Pendel jetzt mal zu unseren Gunsten ausschlägt.

Mein Tipp

3:1

Gegen die bislang schwächste Defensive der Liga platzt unser Offensivknoten. Wir gewinnen. Markus Ziereis straft seine Kritiker Lügen und trifft einen Tag nach seinem Geburtstag.

Und sonst so …

Ich musste zweimal hinsehen: Die Buchmacher haben – Stand Freitagnachmittag – die Quote auf unsere Altstadt auf 3.6 festgelegt, während die immerhin sieglosen Essener eine Quote von 1.93 haben. Damit haben sie als Auswärtsteam (!) die niedrigste Quote aller Mannschaften an diesem Spieltag. Das muss mir mal einer erklären. Aber das soll mir recht sein, als Außenseiter spielt es sich manchmal leichter …

Fußnoten

Fußnoten
1 Ist dann doch länger geworden. Ich behalte mir vor, mich beim nächsten Mal dann doch etwas zu zügeln 😉

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